5. Februar 2017

Der Zauberkühlschrank

Wie versprochen folgt nun noch schnell das Rezept für den Brotpudding mit Heidelbeeren!

Ich musste leider feststellen, dass mein überaus talentierter Kühlschrank Heidelbeeren in Erdbeeren verwandelt hat. Da hab ich mich dann doch gewundert....aber die liebe Frau Alzheimer hatte die Heidelbeeren bereits verbraucht! Diese Dame kommt mir übrigens des Öfteren in die Quere - so kann's gehen, wenn man nicht aufpasst!



Also dann halt:


Brotpudding mit Erdbeeren (TK)

Zunächst wollte ich die Springform (28cm) auf dem Foto verwenden, habe mich aber rechtzeitig daran erinnert, dass sie furchtbar undicht ist und mich deshalb für eine hohe Auflaufform entschieden, welche ein etwas niedrigeres Fassungsvermögen hat.
Die genaue Menge aller anderen Zutaten ergeben sich eigentlich auch aus der Größe der Form und kann entsprechend angepasst werden.

Altbackenes Weißbrot
Menge je nach Größe der Form!
etwa 400ml Milch
200ml Sahne
4Eier
1,5 TL Zimt
1,5 TL Vanille (Aroma, gemahlen oder eine ausgekratzte Schote)
200 g Erdbeeren (aufgetaut und mit 2 EL Zucker vermengt)

Altes Weißbrot würfeln.
In einem Topf Milch und Sahne erwärmen
zimt und Vanille hinzufügen. 
Die Eier verkleppern
und zu der etwas abgekühlten Milchmischung gießen.
Die Erdbeeren mit dem Brot mischen 
und in die Auflaufform geben.
Mit der Flüssigkeit übergießen und durchziehen lassen
(Wie lange, das kommt ein bisschen auf das Brot an).
Im Backofen bei 175 Grad etwa 45 min knusprig backen.



Der fertige Auflauf ist leider nicht sehr fotogen, sehr scheu und hat sich geweigert zum Fototermin aufzutauchen. Er hat es vorgezogen, direkt in unserem Bauch zu verschwinden. Wir bitten um Verständnis. ;-)

Noch einen schönen Sonntagabend
Gros bisou
Sandra

Verlinkt mit Sonntagsglück

4. Februar 2017

Samstagsplausch - eine harte Woche

Jetzt sag nicht, es ist schon wieder Samstag....!



Am Wochenende waren wir auf Verwandtenbesuch in Deutschland und währenddessen hat der Narzisst auf der anderen Seite des Teichs seinen soundsovielten Executive Order rausgehauen und damit wieder einmal eine ganze Menge Menschen gegen sich aufgebracht! Mach' nur weiter so, um so schneller sind wir dich wieder los!
Sonntag waren wir im Von der Heydt- Museum in Wuppertal: Degas&Rodin, Giganten der Moderne (läuft noch bis zum 26.2.). Eine Gegenüberstellung der plastischen Werke dieser beiden Künstler. Im Anschluss, nach soviel Kultur, haben wir im Café Elise, Wuppertal - Botanischer Garten, eine bergische Waffel mit Kirschen, Sahne und Vanilleeis genossen.



Seit Dienstag habe ich einer Freundin geholfen ihr Haus von innen neu zu streichen und hätte jetzt eigentlich gerne eine schöne Thai-Massage.
Am Donnerstagabend hab ich meine Bestellung von der Food-Assembly abgeholt:


Dies ist der Wirsing für die Februar-Gemüse-Expedition! Man darf gespannt sein.

Und heute gibt es zum Nachmittagskaffee einen Brotpudding mit Heidelbeeren. Eine wunderbare Möglichkeit hart gewordenes Weißbrot zu verwerten!

Das Highlight der Woche war für mich die von Böhmermann und Konsorten (alle europäischen Late-Night-Shows um genau zu sein) freigeschaltete Webseite everysecondcounts.eu, wo sich nach dem grandiosen Film der Niederländer - ihr kennt ihn sicher: Netherlands second - alle europäischen Länder ein ebensolches Filmchen ausgedacht haben. Mein Favorit war bis gestern die Schweiz, wobei sicherlich zu den jetzigen sieben noch mehr dazu kommen.

  





Ich habe viel gelesen, diese und auch schon die letzte Woche und werde hier die besten Artikel
verlinken:
Sascha Lobo im Spiegel:Protest gegen Trump selbst organisieren
Nick Gillespie in Reason.com: Number of Americans killed by Terrorists entered the US as refugees? ZERO
The New York Times: Trust records show Trump is still closely tied to his businesses
The Guardian: European Parliament Leaders call on EU to reject Trump's likely ambassador pick

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende (so wie Herr Lobo es in seinem Artikel vorschlägt)!
Gros bisou
Sandra

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Karminrot und der Himmel über Wuppertal geht zur Raumfee

Ich werde morgen  noch das Foto von dem fertigen Brotpudding beifügen nebst Rezept!

31. Januar 2017

Abfall reduzieren im Badezimmer - Creadienstag



Dieses Projekt lag schon lange hier herum und wartete auf seine Stunde. Am Wochenende habe ich nicht benötigte Ikea-Voränge für die Küche abgestaubt, die jedoch gekürzt werden mussten und wenn ich die Nähmaschine schon mal auspacke, dann nähe ich alles weg, was sich in der letzten Zeit so angesammelt hat.

Bei meinen Eltern habe ich in einer Schublade einen alten Baby-Waschlappen gefunden, der noch aus meinen Kindertagen stammen muss. Ein wunderbar weiches und saugfähiges Material und groß genug um daraus 20 Abschminkpads zu nähen.
Bis vor einiger Zeit habe ich mich noch in der Dusche mit einem Waschlappen abgeschminkt, musste aber feststellen, dass es mit neuer Wimperntusche nicht mehr so gut funktioniert, da die Öle im Mascara noch sehr frisch und haftstark sind (ich sag' nur: Zombie!) Mit ein bisschen Kokos- oder Mandelöl auf den Abschminkpads funktioniert es jedoch einwandfrei. Danach wandern diese kleinen Kerlchen in die Waschmaschine und können immer wieder verwendet werden.


Als Creme benutze ich übrigens ebenfalls Mandelöl - sonst nichts.
Meine Badezimmer-Utensilien lassen sich sowieso mit nicht ganz zwei Händen abzählen:

1. Zahnbürste
2. Zahnpasta - selbst gemacht aus Natron und Kokosöl
3. Mandelöl
4. Haarseife
5. Handseife
6. Bürste
7. Rasierer
8. Fön
9. Scherchen, Feile und Pinzette

das war's auch schon!
Alles andere brauch. ich. nicht!

Klar habe ich jetzt das Schmickzeugs nicht mitgezählt und auch nicht meine Haargummis, aber Duschgel, Conditioner, Bodylotion, Haarspray, Haarfestiger, Deo und ganz besonders lachhaft: Intimseife, habe ich zum Teil noch nie besessen und habe es auch noch nie vermisst. Das gute alte Wasser und ein Stück Seife hat bis jetzt immer gereicht, um mich sauber zu kriegen.

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Da die Maschine einmal ausgepackt war, habe ich noch schnell eine zerrissene Boxershorts meines Sohnes und ein riesiges Taschentuch meines Großvaters in kleinere damen-gerechte Taschentücher umgearbeitet. Tempo-Tücher sind nämlich bei uns im Haus eine aussterbende Spezies, ebenso wie Klarsichtfolie, Küchenkrepp und Alufolie. Alles Dinge die den enormen Abfallberg unnötig und gedankenlos ansteigen lassen. Es geht wunderbar ohne - überhaupt kein Problem.

Ich wünsche euch eine sehr schöne Woche!
Gros bisou

Sandra

Ein Creadienstag-Projekt

27. Januar 2017

Chicoreequiche mit Münsterkäse - Gemüse Expedition



Clara von Tastesheriff hat dieses Jahr eine neue Bloggeraktion ins Leben gerufen:


 Jeden Monat sammelt sie Rezepteiträge um ungewöhnlichen Gemüsesorten wieder mehr Attraktivität zu verleihen.
Der Januar fängt schon gut an - nämlich mit einer echten Herausforderung: Chicoree!



Mein Beitrag dazu ist wirklich nur für solche, die Chicoree wirklich mögen! ... und für die, die Münsterkäse mögen. Alle anderen sollten besser die Finger davon lassen, denn das Rezept ist nicht dazu geeignet beispielsweise Kindern dieses Gemüse näher zu bringen.


Sie macht schon rein optisch nichts her, versuche auch gar nicht sie künstlich attraktiver aussehen zu lassen.  Ich habe sogar noch einen draufgesetzt und anstatt Münsterkäse Maroille genommen. Das ist derjenige Käse, der es in dem Film "Bienvenue chez les Ch'tis" zu Berühmtheit gebracht hat.


Aber für mich und für Herrn Tand ist das unsere Lieblingsquiche!

Tarte Moelleuse aux Chicons et Munster Fermier

Teig:
(nach Lea Linster)
 250 g Mehl
125 g Butter
Salz
100 ml eiskaltes Wasser 

Aus dem Mehl, der Prise Salz und der Butter
 einen Streuselteig herstellen.
Das Wasser unterkneten und den Teig kaltstellen.

700g Chicoree
40 g Butter
1 Münster (+/-200 g)
2 Eier
200 ml Sahne
Muskat, Salz und Pfeffer

Chicoree klein schneiden.
Münster in Scheiben schneiden.
Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen.
Den Chicoree hinzufügen und 10 Min. dünsten.
3/4 des Käses hinzufügen und schmelzen.
Die Eier mit der Sahne verquirlen
 und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Teig ausrollen und eine gefettete (dichte) Springform damit auslegen. Nicht vergessen einen Rand zu formen.
Die Chicoree-Käse-Mischung darauf verteilen
und mit der Eiersahne begiessen.
Den Rest des Käses auf der Quiche verteilen.

Für etwa 30 Minuten in den auf 180°C
vorgeheizten Backofen
goldgelb backen.

Dazu einen schönen grünen Salat genießen!


Wen der Geschmack des Gemüses nicht überzeugen kann, dem helfen vielleicht die Inhaltsstoffe: Lactukopikrin andere Quellen nennen Intybin (also watt denn nu?) sei für die Bitterkeit verantwortlich, soll aber die Verdauung unterstützen, die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase anregen....! Außerdem enthält Chicoree reichlich Vitamin A, B und C sowie Folsäure, Kalium, Calcium und Magnesium.

Beim Faktencheck über das Gemüse habe ich noch die schöne Geschichte (Quelle) gefunden, dass Chicoree ein Zufallsprodukt ist! Eigentlich hatte man früher nur die Wurzeln dieses Gewächses konsumiert um daraus einen Kaffeeersatz zu produzieren. Ein belgischer Gärtner entdeckte 1844, dass er einige Zichorienwurzeln im Keller vergessen hatte und diese in der Zwischenzeit ausgetrieben waren. Er probierte die zarten Triebe und befand sie als schmackhaft. 1873 wurde das Gemüse zum ersten Mal auf einer Ausstellung vorgeführt.

So! Jetzt wisst ihr das auch!



Allen Chicoree-Mögern (von Liebhabern kann man sicher nicht sprechen) wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetitt - allen anderen rate ich auf den Februar zu warten, denn da gibt es was mit Wirsing, Frau Wirsing!

Gros bisou und ein schönes Wochenende
Sandra

Verlinkt mit Taste Sheriff