26. Juni 2013

A Sunday in Paris

Nach einem verregneten Grillabend mit Freunden haben wir uns am Samstagmorgen ganz früh auf den Weg gemacht nach PARIS.



Unser Sohn hatte seine Freundin dabei und die beiden wollten gemeinsam Paris auf eigene Faust erkunden. Sie, als Belgierin war noch nie dort und wollte gerne die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern.
Startpunkt war der Eiffelturm. Eine Stunde Schlange stehen. Aber trotz schlechten Wetters ein guter Überblick über die Stadt zwecks Orientierung.(Alternative dazu: Tour de Montparnasse. Weniger Leute, Kostenpunkt: ein Euro weniger als der Eiffelturm wenn man bis ganz nach oben will.)




Achtung, auf dem 2. Stock muss man noch einmal Schlange stehen, um mit dem Aufzug ganz nach oben zu fahren (nicht angenehm, wenn es regnet).
Apropos Schlange stehen: Beim Anstehen für die Eintrittskarten wird man von gebrochen Englisch sprechenden jungen Mädchen angequatscht, die angeblich für ein Projekt für Blinde und Taubstumme sammeln. Sie sehen so gar nicht nach französischen Studentinnen, oder Schülerinnen aus. Das ist dort gerade die neueste Masche. Also aufgepasst.

Anschließend sind wir Richtung Musée d'Orsay durch die Straßen gebummelt und haben viele hübsche Geschäfte gesehen, ohne über allzu viele Touristen zu stolpern. Das empfiehlt sich sowieso: Seitenstraßen nehmen, wenn man das richtige Paris kennen lernen will!



Irgendwann sind wir dann an der Seine ausgekommen und durch Zufall auf eine neue Installation gestoßen:

Letzten Mittwoch wurdedie neue Ruhezone entlang der Seine eröffnet. Nach langem, erbitterten Streit musste die Uferstraße zwischen Eiffelturm und Musee d'Orsay einer Fußgängerpromenade weichen.

Es gibt mietbare Picknick Container, eine große Maltafel, Ruhetipies, Klangduschen unter der Brücke, Kinderspiele-Verleih, schwimmende Gärten etc. Aber seht selbst:


Wir wollten uns der ständig wiederkehrenden Regenschauer wegen ein kleines Museum gönnen, (da konnte Lili so lange protestieren wie sie wollte, der alte Kulturmuffel) nämlich das Musée de l'Orangerie. In den Tuilerien gelegen bietet dieses Museum eine kleine aber feine Sammlung. Die Geschichte dieses Gebäudes ist allein schon lesenswert (s.Wikipedia). Keine Angst, ist kurz.
Musée de l'Orangerie(Webseite).




Nach dem ersten Weltkrieg als Dependance des Museums für zeitgenössische Kunst konzipiert, beherbergte es acht große Seerosengemälde von Claude Monet.
Der Erwerb von zwei Privatsammlungen machten Umbauten notwendig, die Anfang des neuen Jahrtausends noch einmal revidiert werden mussten, um sämtlichen Gemälden Tageslicht zu geben.

Leider reichte uns die Geduld nicht 40 Minuten anzustehen, draußen, im Regen! Wir verschieben es auf's nächste Mal (wohnen ja zum Glück nur drei Autostunden von Paris entfernt).

Im Jardin des Tuileries ist aber im Moment noch etwas Anderes zu sehen, nämlich eine Hommage an den vor 400 Jahren geborenen Gartengestalter André Le Nôtre.

Verschiedene Gestaltungselemente orientieren sich an seinen Vorlagen und sind noch bis zum 30.September zu sehen. Wir hatten sehr nette Begegnungen mit Spatzen, die uns Brioche-Toast-Krümel aus der Hand fraßen.






Es sind meistens die zufälligen Begegnungen, die eine Reise so richtig schön machen!
Das Musée du Louvre bietet bis zum 30. September einen geführten Gartenrundgang und eine Austellung zu dem großen Gartenarchitekten an. Leider ist die Beschreibung auf der Webseite nur auf Französisch, ich stelle sie hier trotzdem ein, da sie sehr schwer zu finden ist: hier klicken!

Die nächste Entdeckung ist das Village de Saint Paul:



Ineinander verschachtelte Höfe mit kleinen Lädchen und Cafés, abseits des Touristenrummels zwischen Rue des Jardins Saint-Paul und Rue Saint-Paul nördlich der Ile Saint-Louis und in der Nähe des Place des Vosges.



Ich kann euch leider keine Restauranttips geben, denn wenn ich in Paris bin, ist essen Zeitverschwendung und wird unterwegs erledigt.
Ich finde Hunger ein äußerst lästiges Phänomen auf Reisen (auf's Klo müssen übrigens auch!)
Ich habe alle wichtigen Stellen nochmal auf dem Stadtplan gekennzeichnet:


Wenn ich nicht so oft zum Posten komme, müsst ihr mir es nicht übel nehmen. Am Montag habe ich einen Einstufungstest für die Uni in Niederländisch und am übernächsten Sonntag meinen JLPT N4 Test Japanisch. Ich muss also langsam ein bisschen lernen.

Diesen Nachmittag habe ich also prima weg procrestinated, aber ich hatte schon so lange nichts mehr gepostet und eine Städtereise postet sich am besten solange die Erinnerung noch warm ist!

Ganz liebe Grüße an alle und ich hoffe euch Ideen geliefert zu haben, andere Seiten von Paris zu entdecken.
Sandra

1 Kommentar:

  1. Danke fürs Mitnehmen! Ich war schon sooo lange nicht mehr dort!
    Liebe Grüße,
    Markus

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