16. Juli 2013

The Queen's Gallery, Buckingham Palace

Dieses mal hatten wir in Richmond ein kleines Cottage bezogen, da unsere Kinder dort in einem Summer Camp angemeldet waren.






Das Cottage haben wir nach langem Suchen über "Home Away" gefunden und diese schnuckelige Behausung haben wir echt genossen.

Richmond ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach London (tube 30 min/ district line) und in die mehr als reichhaltige Umgebung.

Zudem liegt es noch an der Themse und man könnte sich Boot oder Fahrrad ausleihen und am Thames Path stundenlang von einem netten Örtchen zum nächsten radeln.


Am ersten Tag sind wir nach London gefahren und haben uns ein wenig treiben lassen und sin zufällig auf diese Ausstellung gestoßen:

Diese Ausstellung bietet eine detaillierte Einsicht in die Mode am Hofe der Tudors und Stuarts im 16. und 17. Jahrhundert.

Anhand von bekannten und weniger bekannten Portraits ( u. a. von Holbein, van Dyk, Peter Lely und Rembrandt) sind die Details der Kleidung näher erläutert.

Eduard VI

Elizabeth I





Diese für Damen wie Herren überaus komplizierte Art die Kleidung anzulegen ist anhand von "Bauplänen" beschrieben, die jedes einzelne Teil benennen.




Mithilfe des IPods, den man gratis geliehen bekommt, kann man sich das, was einen näher interessiert erklären lassen.

Ein Kapitel ist auch der Spitze gewidmet. Kein Wunder: zieren doch jeden Ärmel und jeden Kragen aufwändige Manschetten und Krausen.
Hierzu findet man auf dem mobilen Gerät einen Film, der eine Spitzenklöpplerin bei der Arbeit zeigt. Schwindelerregend!



Ein Aspekt ist mir davon besonders in Erinnerung geblieben, weil ich darüber früher nie nachgedacht habe:

Die Exklusivität von Leinen.

Das Leinen ist von Natur aus Braun. Um es so weiß zu bekommen, wie auf dem wundervollen Portrait von Rembrandt hier unten, war eine sehr aufwändige Prozedur notwendig. Reinweißes Leinen war unglaublich teuer und ein Statussymbol, dass auf den Portraits immer wieder in Erscheinung tritt! Für uns heute eine Selbstverständlichkeit und beim Betrachten von Bildern aus der Zeit vor der Waschmaschine keinen Gedanken wert.

Das Gewebe wurde mehrere Male wechselweise mit saurer Milch (sic!) und Pottasche besprenkelt und auf großen Wiesen ausserhalb der Stadt ausgebreitet. Mithilfe der Sonne und des Sauerstoffs des unter den Tüchern fröhlich vor sich hin photosyntetisierenden Grases entstanden Peroxyde (älteren Damen vielleicht noch vom Blondfärben bekannt ;-)) die das Gewebe ausbleichten. Diese Prozedur dauerte - und jetzt haltet euch fest -  5 bis 7 Monate!!!!





Ist das nicht toll, wie man glaubt, sie käme gleich aus dem Bild?

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Oktober. Nähere Informationen könnt ihr hier nachlesen.

Vielen Dank für eure Geduld, aber mich begeistert sowas einfach!

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