4. Oktober 2013

Der neue Hype!

Nachdem ich das Buch von Jonathan Safran Foer "Tiere essen" gelesen hatte und mir daraufhin zahlreiche Dokumentationen über Massentierhaltung und die dazugehörigen Umwelteinflüsse angeschaut, mit tüchtig geekelt und gegruselt habe, beschloss ich,  Fleisch so weit wie möglich aus meinem Konsummuster zu verbannen.
Das ist jetzt drei Jahre her. Fleisch gab es (für mich) höchstens noch am Wochenende, bei Einladungen und auf Reisen.
Ich bin, was meinen Paradigmenwechsel angeht, ziemlich diskret und habe nur den Wichtigsten Menschen, mit denen ich die meisten Nahrungsmittel konsumiere, klargemacht, dass ich eigentlich kein Fleisch mehr essen möchte.
Für meine vierköpfige Familie koche ich weitgehend fleischfrei und nur ab und zu am Wochenende gibt es Fleisch, wobei ich darauf achte, gutes Fleisch zu bekommen.

Nur, wer A sagt muss auch B sagen und wer sich über Massentierhaltung aufregt, dem muss klar sein, dass selbst Eier- und Milchprodukte aus Biobetrieben nicht frei von Auswirkungen für die Umwelt sind.
Vegane Ernährung ist nicht einfach durchzuhalten - besonders, wenn man so gerne backt und auch sonst dem Süßkram nicht abgeneigt ist! Stichwort: Gummibärchen... :-(
Im Laufe der Zeit - und unser lieber Attila ist mit seinem Hype nicht ganz unschuldig - habe ich mehr und mehr vegan gekocht und gebacken, habe die Milch in meinen morgendlichen Kaffees durch Hafer- oder Sojamilch ersetzt und mein Joghurt durch die Sojavariante.
Beim Kochen von Saucen verwende ich grundsätzlich nur noch Hafer- oder Sojasahne.
Bei meiner Suche nach ausgefallenen Rezepten bin ich auf wunderbare Kochblogs gestoßen (bevor ich den Namen Hiltmann hörte), aus deren Fundus ich mich regelmäßig bediene:

Schlemmen ohne muh und mäh

Claudi goes vegan

Vegan Guerilla

Frau S. verändert die Welt

FatFree Vegan Kitchen

Das sind meine wichtigsten Anlaufstationen.

Heute bin ich in einem Bioladen in Leuven zum ersten Mal auf Sojasahne gestoßen, die sich schlagen läßt. In Deutschland habe ich schon oft davon gehört, aber hier bin ich darüber noch nie gestolpert.

Es klappt richtig gut und ist lecker.

Man wundert sich am Anfang zwar, dass man die Sahne eher wie eine Paste aus der Verpackung quetschen muss, aber das Aufschlagen mit meinem ESGE Zauberstab, klappte hervorragend.
Das hat mich überzeugt!

Mein Sohn, der sonst, wenn er schon Soja hört die Krise kriegt, fragte tatsächlich, was ich mit der Sahne gemacht hätte, die sei ja soo lecker!
"Felix", hab ich geantwortet, "du mußt jetzt ganz stark sein: Das war Sojasahne....."
"ECHT?????? Kannste jetzt ruhig immer so machen!"
 DÄ!
Feuertaufe bestanden, liebe Sojasahne!!

Als nächstes muss ich mich dann noch an den Ei-Ersatz wagen, oder an dessen verschiedenen Ersatzmöglichkeiten. Aber schön langsam, eins nach dem anderen!!

Bis dahin....
Groetjes
Sandra


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