11. November 2013

11. November 1918 in Belgien {Brüsseler Spitzen}

Der 11. November hat in meinem Leben drei Bedeutungen in der folgenden Reihenfolge:
  1. Mein Mann und ich haben uns an diesem Tag vor 23 Jahren ineinander drinreinverliebt! In Zürich, zum Beginn der Fastnacht. Ein wunderschöner Abend!
  2. Meine Freundin Verena hat da Geburtstag und ich erinnere mich noch gut an die Pyjama-Party, die wir in Konstanz im Jahre 1993 bei ihr gefeiert haben!
  3. Waffenstillstand des 1.Weltkrieges.
Und von Punkt 3 handelt heute dieser Post.

Wie und warum der erste Weltkrieg begann kann man bei Wikipedia nachlesen. Die Folgen dieses Krieges kann man in Belgien, meiner Wahlheimat jedoch hautnah erleben.

Um Frankreich anzugreifen marschierten die Deutschen Truppen ab August 1914 in das neutrale Belgien ein - und überrannten es. An der Front im Westen, zur Grenze Frankreichs hin blieb kein Stein auf dem Anderen. Mittelalterliche Dörfer und Städte wie Ypern wurden einfach komplett plattgemacht, Zivilisten abgeschlachtet, Giftgas als neue Waffe ausprobiert und die Natur nachhaltig zerstört.


Passchendale


Noch heute findet man bei Baumaßnahmen Leichen von gefallenen Soldaten.

Insgesamt hat dieser Krieg 10 Millionen Todesopfer gefordert.
In belgischer Erde ruhen davon 204.000.

Im wieder aufgebauten Ypern ist das Museum "In Flanders Fields" eingerichtet, das den Kriegsverlauf an der Westfront mit allen Facetten  dokumentiert.
Eine gute Beschreibung des Museums in der Welt online.












Es tut mir leid, dass ich euch mit diesem Thema konfrontiere. Die meisten Menschen laufen davor davon, versuchen Tod, Krieg und Unglück aus ihrem Leben fernzuhalten. Das ist sicherlich ein guter Schutzmechanismus. Doch von Zeit zu Zeit muss man sich einfach klar machen, wie gut es den meisten Menschen heutzutage geht - und wie vielen eben nicht.

 Wieviele Menschen sterben müssen und mussten aus völlig sinnlosen Gründen. 
Und Krieg ist so ein sinnloser Grund.
Krieg ist Verschwendung!
Verschwendung von Menschenleben.
Verschwendung von Lebensraum.
Verschwendung von Kulturgut.
Verschwendung von Natur.
Und nicht zuletzt: Verschwendung von Geld.



deutscher Friedhof in Langemark
Danke, dass ihr so tapfer wart und diesen Post bis zum Ende ausgehalten habt.
Tres gros bisou
Sandra

1 Kommentar:

  1. Ein trauriger Post, ein noch traurigeres Kapitel...aber Du hast Recht. Wir dürfen nie vergessen. Die Tage habe ich noch auf Arte einen Bericht über den 1. Weltkrieg und Belgien gesehen. GlG, Nadine

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