23. Januar 2014

Quality Time

Erst mal möchte ich mich entschuldigen: Ich habe erst zu spät gemerkt, dass das Video nicht richtig eingebunden war und irgendwie klappte das auch später nicht richtig. Ich weiß also nicht genau, wer es sehen kann und wer nicht, denn auf manchen Geräten scheint es zu funktionieren und auf anderen nicht.
Da ich nicht viel Zeit hatte, habe ich nur schnell schnell den Link zu Youtube eingebunden, damit ihr wenigstens wisst worum es ging.
Dieses Video hat mir eine Freundin mal über facebook geschickt, da mein Sohn von dieser besagten Epidemie befallen ist. Die Sichtweise auf die Erziehungsmaschinerie Schule ist interessant und deshalb habe ich es eingestellt.

So!

Ich habe jetzt bis zum 10. Februar frei! YEAH! Die letzte Prüfung habe ich am Freitag gesprochen (weil mdl) und im Anschluss bin ich zu meinen Eltern gedüst.
An Weihnachten fällt der Besuch immer etwas hektisch aus, da wir so viele Leute besuchen und hierhin und dorthin fahren, dass meine Eltern immer ein bisschen zu kurz kommen.

Deswegen habe ich mir gedacht, gönne ich uns ein bisschen Quality-Time!

...und es ging auch schon gut los: getroffen haben wir uns nämlich in der Düsseldorfer Altstadt im koreanischen Restaurant Shilla. Meine Eltern gehen oft dorthin, wenn sie auf dem Markt alle Einkäufe erledigt haben. Das Essen ist sehr lecker!
Die Besitzer sind gleich zweimal Großeltern geworden und ab und zu huscht die Mama mit einem Kleinen auf dem Arm durchs Restaurant zur Küche..! Sehr familiär!



Im Anschluss haben wir meinen Vater mit Mutters Einkäufen nach Hause geschickt und wir beiden Frauen sind ins Ständehaus um uns die Installation von Tomas Sarraceno anzusehen.

Konzipiert als Vierflügelanlage mit Innenhof, diente das Ständehaus bis 1933 als Parlamentsgebäude und wurde nach dem Krieg ebenfalls wieder als Landtag genutzt. Der Innenhofcharakter ging leider durch den Einbau eines großen Plenarsaales verloren. Doch nach dem Bau des neuen Landtages am Rhein, wurde das Gebäude grundsaniert und verändert. Es beherbergt heute die K21, die Sammlung zeitgenössischer Kunst.



Das Dach, eine Konstruktion aus Glas und Stahl bring Tageslicht in den wiedererstandenenen Innenhof und die Möglichkeit auf dem obersten Stockwerk Skulpturen zu präsentieren.



Hier schwebt nun seit einiger Zeit ein riesiges Spinnennetz aus Stahl, das man sogar besteigen darf! Ich habe mich nicht getraut, das schon mal vorab!



Dorthinein sind Kugeln (Sphären) aus verschiedenen Materialien montiert und netterweise wurden zum Verweilen auch ein Haufen Kissen bereitgelegt.


Man muss 12 Jahre alt sein und feste Schuhe tragen, um die Installation betreten zu dürfen. Außerdem bekommt man einen Overall.



Nähere Informationen zur Ausstellung hier


Man mag von zeitgenössischer Kunst halten was man will, aber im Ständehaus ist sie gut erklärt und dokumentiert.
Nichtsdestotrotz sind einige Werke derart, dass man sich vorstellt, der Erschaffer liegt brüllend vor Lachen irgendwo in der Ecke und freut sich, dass die Betrachter so doof sind und sein hingerotztes "Werk" für Kunst halten.

Diese Stahlteile hier jedoch fand ich ganz schön. Sie erinnern mich an so ein Mittelding zwischen Lego und diesen komischen Spinnentieren, die bei Zelda ab und zu mal auftauchen.



Am nächsten Tag haben meine Mutter und ich noch eine weitere Ausstellung besucht, die in der K20 Sammlung am Grabbeplatz zu sehen ist:



Die tollen Mobiles habt ihr sicher schon mal gesehen.
 Austellung Alexander Calder
Sie wurde verlängert bis diesen Sonntag, 26.Januar.2014. Wer Zeit hat, in der Nähe wohnt und am Wochenende noch nichts vor hat...?


Mittags hatte meine Mum mir Grünkohl gekocht! Oh ich liebe es! Als Kind konnte man mich damit jagen, aber heute verrate ich meine besten Freunde für Mutterns Grünkohl!

Am Abend waren wir dann wieder Essen (ja meine Eltern essen gerne!!) und zwar in Duisburg Mündelheim. Hört sich jetzt erst mal seltsam an und wenn man im Dunkeln von der B288 abbiegt und später dann vor dem Mannesmann Hüttenwerk (oder was auch immer) in dieses Eichwäldchen einbiegt, denkt  man auch erstmal, man wäre falsch!
Das Restaurant, das man mit Hilfe von Hinweistafeln erreicht sieht auch erstmal aus, wie das Vereinshaus einer Kleingartenanlage (man möge mir das verzeihen). Wenn man jedoch näher kommt, sieht man einen kleinen Teich und heimelig beleuchtete Esszimmer.

Der Patron kocht selbst und seine Frau leitet das Restaurant und noch dazu brauen sie ihr eigenes Craftbeer. Mit einem kleinen 50l Brautopf brauen sie ihre fünf Sorten ungefiltertes, superleckeres Bier.
Auszeichnungen regnet es schon länger immer wieder, verdientermaßen.
Die Atmosphäre ist sehr ruhig und angenehm und das Essen ist hervorragend.
http://www.imeichwaeldchen.de/
Am Wochenende sollte man frühzeitig reservieren aber mittwochs und donnerstags sei es eher leer, sagte die Chefin!

Sonntagmorgen, vor dem Frühstück, habe ich mit meinem Vater eine Radtour gemacht, auf Ommas altem Hollandrad. (Ein Genuss, dieses Fahrrad, denn mit so einem brauchst du in Brüssel gar nicht fahren wollen, wegen der tausend Hügel).










So, nun lass ich euch!
Gros bisou
Sandra

Kommentare:

  1. Liebe Sandra,

    geniess deine freien Tage weiterhin so wie du es mit deinen Eltern getan hast! Das war echt schön zu lesen und die Fotos sind auch alle klasse!! Ich fahr auch gern zu meinen Eltern und ab und an auch mal gerne ohne Mann ;-)

    GLG,
    kroetinchen

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  2. Das hört sich wirklich nach jeder Menge Quality-Time an!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  3. Das hört sich nach einem wunderbaren Wochenenden in der alten Heimat an. Diese "Ausstellung" sieht ja spannend aus. Hab ich noch nie von gehört, aber danke für den Tipp. Den Koreaner muss ich mir merken. Ich könnte ja sterben für Kimchi ;). Und Grünkohl....ja, den liebe ich mittlerweile auch. Will unbedingt mal Grünkohlchips machen und renne schon seit Tagen suchend durch die Supermärkte und finde keinen. Grmpf! Grüssel nach Brüssel, Nadine

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