2. Februar 2015

Die besten Fritten, Brussels best Chips: Chez Antoine

Wer an Belgien denkt, denkt an....? Na?

Pommes frites! Genau!

Es gibt in Brüssel wirklich an fast jeder Ecke ein Fritkot (man spricht "Kot" mit einem kurzen "o", wie bei "hot", oder "spot"), wie man auf Flämisch sagt, oder Friterie auf Französisch. Oft sind es nur eine Art Küchencontainer mit ein paar Stehtischen drin, aber die Speisekarte ist bis auf einige regionale Nuancen, je nach Nationalität des Betreibers, gleich. Beim Fritchinees gibt es auch Flühlingslollen und bei der orientalischen Variante wahlweise Falafeln oder Döner!




Sicher ist aber, dass man bei der Auswahl der Sauce zu seinen fritierten Kartoffelspalten unendlich viel Auswahl hat. Von Ketchup über Majo, Sauce Tartare, Samourai und Andalouse über Pili-pili, Pickles und Chinoise hat man die Qual der Wahl sich zwischen mindestens 30 zu entscheiden. Großbestellungen am Kot mit Gästen, die zum erstenmal in Belgien eine Portion Pommes bestellen, ernten dann ungefähr so viele böse Blicke von den nachfolgenden Kunden, wie Starbucks-Erstbesteller! Mein Tip also: nicht erst anfangen zu überlegen, wenn man dran ist, sondern schon
beim Schlangestehen einen Plan machen, sonst werden von hinten schon mal die Feuerwaffen
durchgereicht!




Hat man seine Portion dann glücklich in den Händen marschiert man mit seiner Eroberung dann in die nächste Kneipe. Der Kellner fragt nach den Getränkewünschen und legt schon mal einen Packen Papierservierten ab. Das ist für mich das allerallerallerbeste am Pommes-Essen in Belgien, dass man nicht in der Kälte seine Pommes verdrücken muss und sich von oben bis unten bekleckert bei dem Versuch die Tüte mit der einen Hand festzuhalten und mit der anderen unter Zuhilfenahme der Zähne das Soßentöpfchen aufzukriegen! Man sitzt gemütlich in einer urigen Kneipe, trinkt sein frischgezapftes Bier und mümmelt in aller Ruhe seine Tüte leer! Paradies!




Die beste Friterie in Brüssel - sagen alle die ich kenne - ist die an der Place Jourdan.




CHEZ ANTOINE

In der dritten Generation, seit 1948 gibt es sie. Seit einigen Jahren sogar in einem festen Pavillon, nachdem ihr Kot abgebrannt ist.

Für Touristen liegt das Etablissement nicht gerade auf dem Weg, aber wenn man dem Europaparlament oder dem Science-Museum einen Besuch abgestattet hat, schon. Und außerdem liegt in der Nähe das Bastelelfenparadieses schlechthin: Schleiper (man erinnert sich!).



Ein Umweg von den ausgetretenen Touristenpfaden der die Mühe lohnt! Mich trifft man, wenn, dann im Esperance zum Biertrinken, dort sitzen brüsseler Ureinwohner, Eurokraten und Parlamentarier, Familien mit kleinen Kindern in trauter Glückseligkeit zusammen. Die Herren Ober sind es gewohnt, dass nicht alle perfektes Französisch sprechen und freuen sich über jeden netten Gast. Eine sehr angenehme Atmosphäre an Holztischen und -stühlen, vielen Biersorten im Angebot und Daddelautomaten.
Die anderen Kneipen sind sicherlich auch nett, man muss nur auf den Aufkleber an der Tür achten, der anzeigt, ob man mit seinem Fastfoodpäckchen willkommen ist oder nicht.



Also: Kommt vorbei, hier kann man es sich gut gehen lassen!

Gros bisou
Sandra

Kommentare:

  1. Wusste ich gar nicht...dass bei euch Pommes so beliebt sind...wieder was gelernt...;-). LG Lotta.

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  2. Liebe Sandra,
    wie gerne käme ich vorbei! Bastelelfenparadies und Frittenbude - unwiderstehlich. Das Einhorn hat übrigens Schaukelpferdgröße. Der Schnee reichte auch für mehr. Vielleicht am nächsten Wochenende?
    Liebe Grüße
    Deine Sarah

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  3. Wenn ich mal in Belgien bin, wird das meine erste Tat sein!
    Liebe Grüße,
    Markus

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