3. März 2015

praktisches fürs Badezimmer - Upcycling-Crea-Dienstag

Unser Badezimmer ist der Star des Hauses! Falsch konstruierte Toilette, deshalb mit Schredder, falsch konstruierte Duschtasse in der das Wasser stehen bleibt. Ständig verstopfte Rohre, da Durchmesser zu gering konzipiert, Fliesen in rosa-weiß aus den 70ern (wobei: es hätte schlimmer kommen können), Glitzertapete und wenig Platz. Herzlich willkommen in Belgien!
Ich dekorierte beim Einzug die rosa Pracht ganz einfach konsequent mit knalligem Rot: Rote Duschmatte, rote Handtücher, rotes Kissen auf dem Ikea-Korb-G'wandsessel. Das Schränkchen, dass unsere gesammelten Medikamente, Kosmetika, Haarspangen etc beherbergt wurde ebenfalls von seinem blau-weissen Türvorhang befreit und mit einem rot-weiß karierten Stoff ausgestattet.

Die heutigen Basteleien, sind dem Umstand geschuldet, dass ich sehr klein bin und bei vielen aufgehängten Regalen in die Behältnisse die sie beordnen nicht oben reingucken kann - das nervt! Besonders dann, wenn ich mit einer Hand meine Haare in einer Position zu halten versuche während ich mit der anderen Hand eine Haarnadel in dem Aufbewahrungskorb suche. Man könnte an dieser Stelle anmerken, dass ich das Körbchen doch aus dem Regal nehmen könnte. Das stimmt, nur habe ich keinen Platz, wo ich es dann abstellen kann, um oben reinzugucken,was drin ist. Wir haben schlichtweg keine Oberflächen dafür. Auf den Waschbeckenrand hat nichts Raum was nicht sofort umkippen und seinen gesamten Inhalt ins Becken ergießen würde. Wie gesagt, das nervt! Und zwar gewaltig.

Vor einiger Zeit habe ich selbstklebendes Magnetband gekauft und einfach zwei Streifen davon auf die dem Waschbecken zugewandte Seite des Regals geklebt. Dort hängen jetzt in zwei ordentlichen Reihen meine Haarnadeln.


Falls der Platz nicht reichen sollte, habe ich jede Sorte Haarnadeln in ein kleines Marmeladengläschen gepackt und am inneren oberen Rand ebenfalls das Magnetband geklebt. So kann ich das Glas in eine Hand nehmen, ankippen, bis eine Haarnadel am Rand hängen bleibt, das Glas wieder abstellen und mit derselben Hand die Haarnadel aus dem Glas nehmen. Sehr praktisch. Meine Haargummis habe ich direkt um das Glas gelegt, so dass ich diese auch mit einer Hand abziehen kann.


Für unsere Zahnbürsten, die früher immer hoch oben auf der Fensterbank thronend ihrem Einsatz harrten habe ich aus alten Eisteeflaschendeckeln eine Halterung gebastelt. Vorher musste ich sie allerdings noch rot anpinseln, damit sie zum "Design" passen.
Einfach in den Rand einen Schlitz reinschneiden, mit diesen prima Posterklebern an den Fliesen befestigen und Zahnbürste einhängen - fertig.
Nicht schön, aber praktisch. 



Sind sie nicht herrlich, diese Fliesen....?

Damit erfreue ich jetzt den Creadienstag sowie den Upcylingdienstag ,-)

Gros bisou
Sandra




Kommentare:

  1. Komm, du hast unsere alten Fliesen nicht gesehen: auch mit Geschnörkel, aber auf apfelgrünem Hintergrund. Wer da morgens nicht schlagartig beim Betreten des Badezimmers wach wurde, dem war eh nicht mehr zu helfen ;-). Liebe Grüße.

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    1. Du machst mich neidisch - das klingt nach echter Wellness-Oase. Aber ätschi-bätschi dafür hast du keine Glitzertapete...
      ;-)
      Gros bisou
      Sandra

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  2. Hallo,
    Also die Idee mit dem Magnetband sowohl an der Wand als auch im Glas finde ich top. Die Fliesen muss ich sagen finde ich sehr schön, auch das rosa wäre meins.
    Liebe Grüße,
    Petra

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    1. Danke liebe Petra,
      Die Fliesen allein sind ja nicht so tragisch, aber die Mischung mit der Glitzertapete, den rosa Installationen (die leider schnell verdrecken) und der pseudo Jugenstillampe, die machts. In einem kleinen Bad etwas zuviel des Guten!
      Gros bisou
      Sandra

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  3. ...ganz schön schlau! und hübsche fliesen. doch:-)
    viele grüße ins schöne brüssel von
    lisa

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    1. Danke und viele Grüße zurück! Ein Lehrer sagte immer: wer faul sein will, muss clever sein!
      Gros bisou
      Sandra

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  4. Na das ist ja mal ne tolle Idee, vor allem mit der Zahnbürstenhalterung..danke fürs Zeigen
    l.g. Brigitte

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    1. Danke! Echt low-budget und schnell!
      Gros bisou
      Sandra

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  5. Magnetband war zusammen mit den Kreidestiften mein wichtigstes Utensil als Lehrerin. Da wurde alles magnetisiert.-
    Jetzt habe ich zum Beispiel solch einen Streifen neben meinem Nähplatz für Zwillingsnadeln bzw. ausrangierte Nadeln der Stickmaschine ( die ich in der normalen Maschine noch verwenden kann ).
    Und deine Tipps finde ich grandios, kann sie nur nicht umsetzen, da ich keine Haarnadeln verwende ( habe allerdings auch sehr viel Platz im Bad, das kann auch schon mal problematisch werden ).
    Was die Fliesen anbelangt - da Schweig ich lieber...
    Alles Liebe!
    Astrid

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    1. Ich dachte immer, Lehrerinnen laminieren alles? ;-)
      Ich habe diese Magnetbänder erst neulich hocherfreut entdeckt, grkauft und seither gegrübelt, was ich damit machen kann. Schöne Kühlschrankmagnete könnte ich damit noch basteln...!
      Ja es lauern wahre Schätze in deutschen und belgischen Badezimmern, gell? Aber einer gemieteten Wohnung schaut man nicht hinter die Jalousien...oder so!
      Gros bisou
      Sandra

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  6. Liebe Sandra,

    dein Badgefühl kann ich noch sehr gut nachvollziehen ... im alten Haus war alles 70er-Jahre moosgrün ... baaaaaaaah. Aber wir haben - wie du auch - trotzdem versucht das Beste daraus zu machen!

    Deine Ideen sind super - auch wenn ich sie für's Bad nicht brauche werde ich sie mal im Hinterkopf behalten!

    Ganz liebe Grüße,
    kroetinchen

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