31. Januar 2017

Abfall reduzieren im Badezimmer - Creadienstag



Dieses Projekt lag schon lange hier herum und wartete auf seine Stunde. Am Wochenende habe ich nicht benötigte Ikea-Voränge für die Küche abgestaubt, die jedoch gekürzt werden mussten und wenn ich die Nähmaschine schon mal auspacke, dann nähe ich alles weg, was sich in der letzten Zeit so angesammelt hat.

Bei meinen Eltern habe ich in einer Schublade einen alten Baby-Waschlappen gefunden, der noch aus meinen Kindertagen stammen muss. Ein wunderbar weiches und saugfähiges Material und groß genug um daraus 20 Abschminkpads zu nähen.
Bis vor einiger Zeit habe ich mich noch in der Dusche mit einem Waschlappen abgeschminkt, musste aber feststellen, dass es mit neuer Wimperntusche nicht mehr so gut funktioniert, da die Öle im Mascara noch sehr frisch und haftstark sind (ich sag' nur: Zombie!) Mit ein bisschen Kokos- oder Mandelöl auf den Abschminkpads funktioniert es jedoch einwandfrei. Danach wandern diese kleinen Kerlchen in die Waschmaschine und können immer wieder verwendet werden.


Als Creme benutze ich übrigens ebenfalls Mandelöl - sonst nichts.
Meine Badezimmer-Utensilien lassen sich sowieso mit nicht ganz zwei Händen abzählen:

1. Zahnbürste
2. Zahnpasta - selbst gemacht aus Natron und Kokosöl
3. Mandelöl
4. Haarseife
5. Handseife
6. Bürste
7. Rasierer
8. Fön
9. Scherchen, Feile und Pinzette

das war's auch schon!
Alles andere brauch. ich. nicht!

Klar habe ich jetzt das Schmickzeugs nicht mitgezählt und auch nicht meine Haargummis, aber Duschgel, Conditioner, Bodylotion, Haarspray, Haarfestiger, Deo und ganz besonders lachhaft: Intimseife, habe ich zum Teil noch nie besessen und habe es auch noch nie vermisst. Das gute alte Wasser und ein Stück Seife hat bis jetzt immer gereicht, um mich sauber zu kriegen.

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Da die Maschine einmal ausgepackt war, habe ich noch schnell eine zerrissene Boxershorts meines Sohnes und ein riesiges Taschentuch meines Großvaters in kleinere damen-gerechte Taschentücher umgearbeitet. Tempo-Tücher sind nämlich bei uns im Haus eine aussterbende Spezies, ebenso wie Klarsichtfolie, Küchenkrepp und Alufolie. Alles Dinge die den enormen Abfallberg unnötig und gedankenlos ansteigen lassen. Es geht wunderbar ohne - überhaupt kein Problem.

Ich wünsche euch eine sehr schöne Woche!
Gros bisou

Sandra

Ein Creadienstag-Projekt

Kommentare:

  1. Liebe Sandra,
    seeeehr sympathisch. Die üblichen Kosmetikartikel zählen für mich zu den überflüssigen Dingen des Lebens. Ich benötige ebenso nur wenige Dinge wie du. Liebe Grüße.

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  2. Liebe Sandra,
    auch wir versuchen unseren Haushalt Stück für Stück "müllfrei" zu gestalten, so auch Taschentücher; die Idee mit den ausgedienten Boxershorts kam sofort auf meine "Ideenliste" Muss demnächst unbedingt mehr auf deinem Blog stöbern.
    Viele Grüße
    Jeanne

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  3. Danke für den Post! Ich beschäftige mich gerade sehr viel mit dem Thema Unwelt und alternative Produkte und ja, die täglichen Wattepads zum Abschminken fallen natürlich auch darunter. Könnte ich nähen würde ich mir diese Dingerchen auch schneidern. Kann ich leider nicht, also muß ich sowas wohl irgendwo kaufen. Seit einiger Zeit mache ich unser Waschmittel selber. Ist so easy und klappt wunderbar. Demnächst schreibe ich dazu glaub ich auch mal nen Post. GlG/ Nadine

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  4. Das ist wirklich eine sehr übersichtliche Liste! Auf so wenige Utensilien würde ich auch gerne kommen. Welche Haarseife benutzt du denn? Hatte es mal mit Alepposeife versucht, war jedoch mit dem Ergebnis nicht sehr glücklich...

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    1. Meine Haarseife ist von Savion. Ich habe sie in einem netten Geschäft in Aachen gefunden und gekauft. Ich bin recht zufrieden damit, man sollte die Haare immer gut ausspülen, dann kommt dieses stumpfe Gefühl nicht auf.

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  5. Das ist eine gute Idee! Man produziert beim Abschminken wirklich viel Müll, damit man morgens nicht mit Panda-Augen aufwacht.
    VG
    Elke

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  6. Sehr lobenswert! Nur zu Stofftaschentüchern kann ich mich nicht entschließen. Wenn ich diese Sacktücher beim Herrn K. immer sehe...
    Bon week-end!
    Astrid

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