21. Januar 2017

Wintersonne - Samstagsplausch


Seit Tagen schon, und das wird auch noch ein bisschen so bleiben, belohnt uns der Winter mit Kälte und strahlendem Sonnenschein.
Der Garten schläft. Er schläft unter einer dünnen Decke von hartem Schnee, die nur kaum vom Sonnenlicht aufgeleckt wird.



Aber ich plane schon das nächste Gartenjahr und diese Woche sind meine bestellten Samen angekommen. Bald beginne ich Chili und Paprika und - ein neuer Versuch - Grünkohl im Treibhaus auszusäen.




Die Vögel geben sich an den Futterstellen ein Stelldichein - Kohl- und Blaumeise, ganz selten mal eine Haubenmeise, Rotkehlchen am Boden und die Amseln die an meinen alten, für den eigenen Konsum als zu weich befundenen, Äpfeln picken. Manchmal höre ich das zarte fiepen der Gartenbraunelle irgendwo in der Hecke und ab und zu lässt sich eine Nachbarskatze auf unserer sonnenbeschienenen Gartenbank nieder.


Kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen, nur ab und zu Kondensstreifen der dahin gleitenden Flugzeuge. Schön. Fast idyllisch.

Warm anziehen, denn die kalte, frische Luft lockt zu einem kleinen Spaziergang. Wintersonne tanken!




Traurig sehe ich, dass Altes und Gewachsenes zerstört wird,


...und erfreut, dass Neues entsteht:



Abends prasselt unser Kamin und wir wärmen unsere Füße am Feuer, unsere Bäuche mit warmen Tee und unseren Geist mit schönen Büchern.

Mein Mann liest gerade das neueste Buch von Leon de Winter "Geronimo" und ich das Werk eines Journalisten über das heutige Afrika (Alex Perry, The Rift, a new Africa breaks free). Wenn ich davon eine Pause brauche, greife ich zu meinem Strickzeug, um über das gelesene nachzudenken und um es in den Kontext einzuordnen muss ich des öfteren Wikipedia konsultieren.



Oft denken wir darüber nach, wie sie wohl werden, die nächsten vier Jahre, die heute beginnen. Ich weiß es nicht, und das macht mir Sorgen! Vieles ist unvorhersehbar geworden und ich vermag nicht zu erkennen, wohin die Reise geht. Die Reise der Welt. Die Reise der Menschen eigentlich, denn die Welt und die Natur macht das, was sie schon immer gemacht hat und sie macht das solange sie kann - solange wir sie lassen!

Liebe, Mitgefühl und Zuversicht sollen mein Leben bestimmen, gepaart mit dem Versuch die Erde nicht unnötig mit meinem Vorhandensein zu strapazieren, diejenigen zu unterstützen die ihr etwas zurückgeben wollen. Die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens in Ehren zu halten und nach ihnen zu leben: Respekt , Toleranz und Höflichkeit - und nicht Gier, Bequemlichkeit, Neid und gekränkte Eitelkeit.



Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - und selbst wenn bei euch die Sonne nicht scheint, über den Wolken ist sie doch!

Gros bisou
Sandra

der Post geht  zu Andreas Samstagsplausch

Kommentare:

  1. Deine Fotos machen Hoffnung, dass der Frühling gar nicht mehr sooo weit entfernt ist. Der in der Natur, nicht der in der Politik. Dort sieht es eher nach Eiszeit aus.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Leider verharren wir unter der Nebeldecke in eisiger Kälte und träumen davon wenn die Sonne auch zu uns durchkommt.
    Mit Grünkohl im Treibhaus muss man aufpassen, dass die weissen Fliegen nicht Einzug halten.
    Viel Erfolg mit der Aussaat wünscht, Pia

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    1. Es ist nur ein kleines Treibhäuschen zum Anziehen der Samen. Ich werde auch nicht alle dort vorziehen, sondern nur einen Teil, um zu sehen, ob es klappt! ;-)
      Liebe Grüße
      Sandra

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  3. Ja, irgendwo ist die Sonne. Ich vermisse sie! Liebe Grüsse von Regula

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  4. Das sind sehr schöne Bilder. Viel Spaß bei der Planung.
    Herzlichen Gruß Sylvia

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  5. Ja, Respekt, Toleranz und Mitgefühl werden in den nächsten Jahren noch wichtiger sein als bisher. Aber wenn ich mich in Blogs umgucke, statt irgendwelche Kommentarspalten zu lesen, bin ich viel zuversichtlicher, dass die Welt nicht voller gemeiner Widerlinge ist.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  6. Wunderschöne Fotos.
    Und deine Gedanken sind wie meine.
    4 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit.
    Ich hoffe...
    Liebe Grüße
    Andrea
    und danke für deine lieben Worte

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  7. Schöne Fotos, schön bei dir zu lesen, auch, weil du dich einreihst in das Netz derjenigen, die nicht den Hassern das Feld überlassen wollen...
    Wir sind gefordert.
    GLG
    Astrid

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  8. Ach...wie freundlich wirkt doch der Winter, wenn er mit Sonne daher kommt...Schön! Dir noch eine schöne Woche! LG Lotta.

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  9. Deine Gedanken kann ich mehr als gut nachvollziehen. Wohin die Reise geht...? Das wissen wir alle noch nicht. Aber wachsam sollten wir stets sein, bereit halten sollten wir uns zu jeder Zeit. Liebe Grüße.

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  10. Dramatische Zeiten, denen wir entgegen sehen und ich kenn niemand, der anderer Meinung ist als wir . . .
    Hab mir ein Plätzchen bei dir gesucht und warte jetzt auf ein Tässchen Kaffee ;)
    Bayerische Grüße,
    Doris

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